Bookhorst

Bookhorst ist ein kleiner Ortsteil in der Nähe von Kuhlrade und wurde im Jahr 1319 erstmals urkundlich erwähnt. 1669 ging das Dorf in den Besitz des Klosters Ribnitz über.


Im Jahr 1898 war Bookhorst ein Pachtgut, das vom Verwalter Ludwig Jürgens bewirtschaftet wurde. Damals lebten 42 Erwachsene und 24 Kinder im Ort, 11 Tagelöhner arbeiteten auf dem Gut.

 

1933 wurde Bookhorst versiedelt: Sieben Siedler erhielten eigene Flächen, ein Restgut blieb bestehen.


Nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1945, fanden viele Umsiedler in Bookhorst ein neues Zuhause – darunter zehn Familien, die im Gutshaus untergebracht wurden. Bereits 1947 verlor Bookhorst seine Eigenständigkeit und wurde in die Gemeinde Kuhlrade eingegliedert.


Wie viele andere Güter wurde auch Gut Bookhorst 1948 unter Staatsaufsicht gestellt und im Zuge der Bodenreform 1949 aufgeteilt. Die Neubauern erhielten Besitzurkunden und bewirtschafteten fortan ihre eigenen Flächen.


1958 schlossen sich mehrere Siedler aus Bookhorst und Rookhorst mit dem örtlichen Großbauernhof zur LPG „Vereinigte Kraft“ zusammen. Ende der 1960er Jahre wurde diese LPG an die LPG Kuhlrade angeschlossen.


Das Gutshaus Bookhorst gehört zu den wenigen erhaltenen Herrenhäusern der Umgebung, die noch heute genutzt werden. Es wurde 1971 innen und außen umfassend saniert und beherbergt heute eine Dachdeckerfirma.


Nach der politischen Wende entstanden in Bookhorst mehrere Eigenheime. Der Ort entwickelte sich behutsam weiter.


Der Schützenverein Gresenhorst hat seinen Vereinssitz in Bookhorst und trägt mit zahlreichen Veranstaltungen über das Jahr hinweg aktiv zum gesellschaftlichen Leben bei. Aus dem Verein ging sogar eine Europa- und Weltmeisterin hervor.