Carlsruhe

Carlsruhe, ein kleines Dorf zwischen Gresenhorst und Marlow, gehört ebenfalls zur Stadt Marlow. Um das Jahr 1780 wurde der Ort als Vorhof zu Alt-Steinhorst erwähnt und trug damals den Namen Bauer Steinhorst. Zwischen 1780 und 1933 wechselten die Eigentümer des Gutes mehrfach.


1933 wurde das Gut an die Landwirtin Fräulein Buchard verkauft, die später ihren Verwalter Bruno Bögmann heiratete. Das Erscheinungsbild des Dorfes wurde über Jahrzehnte hinweg durch das markante Gutshaus geprägt. Es beherbergte später das Büro der LPG sowie eine Konsumverkaufsstelle. Heute ist das Gutshaus nur noch als Ruine erhalten und größtenteils eingestürzt.

 

Früher bestand Carlsruhe aus lediglich drei Häusern für Landarbeiter. Nach der Bodenreform 1945 fanden auch Umsiedler in Carlsruhe ein neues Zuhause, und es wurden mehrere Neubauten errichtet.


1952 wurde die erste LPG vom Typ III mit dem Namen „Fortschritt“ gegründet. Neun Mitglieder bewirtschafteten damals eine Fläche von 60 Hektar. Ab 1960 wurde das gesamte Dorf vollständig genossenschaftlich organisiert. Später ging die LPG Carlsruhe in der LPG Gresenhorst auf.


Wie in fast jedem Dorf gab es früher auch in Carlsruhe eine Verkaufsstelle, die jedoch nach der Wende geschlossen wurde.


Ein Teil der ehemaligen Stallungen wird heute vom Westernverein Carlsruhe genutzt, der hier sein Domizil gefunden hat.