Völkshagen

Völkshagen ist ein Rodungsdorf, das im Zuge der deutschen Kolonisation im 12. oder 13. Jahrhundert entstand. Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf den 13. Dezember 1233, als Bischof Brunwald von Schwerin seinem Neffen Zehntrechte im Kirchspiel Ribnitz übertrug, darunter auch im „Hagendorf Volkeshagen“.


Auch Völkshagen blieb von den Kriegen der Jahrhunderte nicht verschont: 1676 wurde das Dorf von brandenburgischen Truppen geplündert. 1886 trat der spätere Heimatdichter Helmuth Schröder seine Lehrerstelle im Ort an.


Im Jahr 1901 lebten in Völkshagen fünf Erbpächter, 31 Büdner und 15 Häusler. 1910 wurde das Dorf als typisches „Hagen“ beschrieben – langgestreckt von Norden nach Süden, mit reetgedeckten Bauernhäusern beidseits der Dorfstraße. Anfang der 1930er Jahre wurde ein Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs aus Völkshagen und Mandelshagen errichtet. Am 1. Mai 1945 zog die Rote Armee durch den Ort.

 

In der Nachkriegszeit entwickelte sich das örtliche Handwerk: Schmied, Schneider, Schuhmacher, Friseur und Tischler waren im Dorf vertreten. 1960 wurde auf Grundlage des SED-Beschlusses die LPG Typ III „Völkerfreundschaft“ gegründet. Pflanzen- und Tierproduktion gingen später in die LPG Gresenhorst über.

 

Nach deren Auflösung 1991 erhielten die Mitglieder Anteile am Genossenschaftsvermögen zurück. Seit 1993 bewirtschaftet Fritz Friedrichsen als Neueinrichter einen Teil der Flächen.
Nach der Wende entstanden zahlreiche neue Eigenheime, wodurch die Einwohnerzahl anstieg. Im Dorfgemeinschaftshaus finden vielfältige Veranstaltungen im Jahresverlauf statt.


Ein kulturelles Aushängeschild ist die Volkstanzgruppe Völkshagen. Sie wurde 1983 zur 750-Jahr-Feier gegründet und trat seither bei vielen Gelegenheiten auf – auch international, unter anderem in Japan, Litauen und Polen.