Wichtige Info:

 

Informationen für Krisenfälle

Krisensituationen können viele Formen annehmen. In solchen Fällen ist es wichtig, dass Sie als Einwohnerinnen oder Einwohner informiert und vorbereitet sind. 

Welche Krisen sind denkbar?

  • Strom- und Energieausfall (z. B. länger andauernder Stromausfall, Ausfall der Heizenergie)

  • Trinkwasser und Versorgung (z. B. Ausfall/Verunreinigung des Trinkwassers, Versorgungsengpässe)

  • Unwetter und Naturgefahren (z. B. Sturm, Starkregen, Hochwasser, Hitze, Waldbrand)

  • Feuer und Gefahrstoffe (z. B. Großbrand, starke Rauchentwicklung, Gefahrgutunfall)

  • Ausfall von Kommunikation und Infrastruktur (z. B. Mobilfunk/Internet fällt aus, Notruf ist nicht erreichbar)

  • Gesundheitskrisen (z. B. Pandemie, größere Infektionslage)

  • Evakuierung und Schutz suchen (z. B. Wohngebiet muss verlassen werden, Schutz bei Explosionen oder anderen Gefahren)

  • Cyberangriffe, Sabotage und Desinformation (z. B. Ausfall wichtiger Systeme, gefälschte Warnmeldungen)

  • Besondere Gefahrenlagen (z. B. Kampfmittelfund, größere Schadenslage, militärische Bedrohung)


Woher bekomme ich Informationen?

Im Krisenfall ist es wichtig, Informationen über verschiedene Wege erhalten zu können. Verlassen Sie sich deshalb nicht ausschließlich auf das Smartphone oder das Internet. Stromausfälle oder Störungen der Mobilfunk- und Datennetze können dazu führen, dass einzelne Informationswege zeitweise nicht zur Verfügung stehen. Nutzen Sie möglichst mehrere Kanäle und halten Sie für einen längeren Stromausfall beispielsweise auch ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio bereit.

 

Für aktuelle Warnungen und Informationen empfehlen wir: Installieren Sie die Warn-App NINA, stellen Sie sicher, dass Cell Broadcast auf Ihrem Mobiltelefon aktiviert ist und abonnieren Sie unseren kostenlosen WhatsApp-Kanal „Mein Marlow“. 

Achten Sie außerdem auf Sirenensignale und Durchsagen der Einsatzkräfte. Wird vor einer Gefahr gewarnt, informieren Sie sich anschließend über NINA, Radio sowie die offiziellen Informationskanäle der Behörden und der Stadt Marlow über die aktuelle Lage und mögliche Verhaltenshinweise.

Informationskanäle im Überblick

  • Cell Broadcast (amtliche Warnmeldung direkt aufs Handy, keine App oder Anmeldung erforderlich) 

  • Warn-App NINA (amtliche Gefahrenmeldungen, Wetterwarnungen und Hochwasserinformationen für ausgewählte Orte) 

  • Sirenen (machen mit ihrem Warnsignal auf eine Gefahr aufmerksam – anschließend weitere Informationen einholen) 

  • Radio (insbesondere bei Strom- oder Internetausfall wichtig; idealerweise batteriebetriebenes oder Kurbelradio bereithalten) 

  • Fernsehen (aktuelle Warnungen, Nachrichten und Verhaltensempfehlungen) 

  • Bundeswarnportal (aktuelle amtliche Warnmeldungen für Deutschland) 

  • Website der Stadt Marlow (Eilmeldungen finden Sie immer direkt auf unserer Startseite) 

  • WhatsApp-Kanal der Stadt (schnelle lokale Informationen und Eilmeldungen; aktuell heißt der Kanal auf eurer Website allerdings „Marlow26“, nicht „Mein Marlow“) 

  • Social-Media-Kanäle der Stadt (ergänzende aktuelle Informationen, sofern Internet und Plattformen erreichbar sind auf Facebook oder Instagram)

  • Lautsprecherdurchsagen (z. B. durch Feuerwehr, Polizei oder Einsatzkräfte bei örtlich begrenzten Gefahrenlagen)

  • Feuerwehr, Polizei und andere Einsatzkräfte vor Ort (direkte Anweisungen beachten, insbesondere bei Evakuierungen oder Absperrungen)

  • Informationen vor Ort / Anlaufstellen (Bekannte Schaukasten in den verschiedenen Ortsteilen und eingerichteten Anlaufstellen der Stadt Marlow)


Kann ich schon jetzt etwas tun?

Krisen und Notfälle lassen sich nicht immer verhindern – auf viele Situationen kann man sich aber vorbereiten. Schon einige einfache Vorkehrungen helfen dabei, die ersten Tage möglichst selbstständig zu überbrücken und auch bei einem Ausfall von Strom, Wasser, Mobilfunk oder Einkaufsmöglichkeiten handlungsfähig zu bleiben. Dabei muss nicht alles auf einmal angeschafft werden: Eine gute Vorsorge kann Schritt für Schritt aufgebaut werden.

Woran sollte ich denken?

  • Lebensmittel und Trinkwasser bevorraten
    Einen Vorrat an haltbaren Lebensmitteln und ausreichend Trinkwasser für mehrere Tage einplanen.

  • Medikamente und persönliche Versorgung bedenken
    Regelmäßig benötigte Medikamente sowie wichtige Hygiene- und Verbrauchsartikel möglichst nicht erst ersetzen, wenn sie vollständig aufgebraucht sind.

  • Auf einen Stromausfall vorbereiten
    Taschenlampen, Ersatzbatterien, geladene Powerbanks und alternative Lichtquellen bereithalten. Überlegen Sie auch, was in Ihrem Haushalt ohne Strom nicht mehr funktioniert.

  • Informationen auch ohne Internet empfangen können
    Ein batteriebetriebenes oder Kurbelradio ermöglicht es, auch bei einem Ausfall von Strom, Mobilfunk und Internet aktuelle Informationen zu erhalten.

  • Wichtige Dokumente griffbereit halten
    Persönliche und wichtige Unterlagen geordnet aufbewahren und überlegen, welche Dokumente bei einer kurzfristigen Evakuierung benötigt würden.

  • Notgepäck vorbereiten oder zumindest planen
    Wissen, was Sie mitnehmen würden, wenn Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus kurzfristig verlassen müssten – beispielsweise Dokumente, Medikamente, Kleidung, Verpflegung und persönliche Hilfsmittel.

  • Etwas Bargeld zu Hause haben
    Bei Strom- oder Netzausfällen können Geldautomaten und Kartenzahlungen zeitweise nicht funktionieren.

  • Warnmöglichkeiten einrichten
    Warn-App NINA installieren, Cell Broadcast aktiviert lassen und die offiziellen Informationskanäle der Stadt abonnieren.

  • Wichtige Telefonnummern notieren
    Telefonnummern von Angehörigen und anderen wichtigen Ansprechpartnern zusätzlich auf Papier aufbewahren, damit sie auch ohne Smartphone verfügbar sind.

  • An Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Unterstützungsbedarf denken
    Besondere Bedürfnisse bei der eigenen Vorsorge berücksichtigen – etwa Medikamente, Hilfsmittel, Babynahrung oder Pflegebedarf.

  • Haustiere mit einplanen
    Futter, Wasser, Medikamente, Transportmöglichkeiten und weitere notwendige Dinge für Haustiere bei der Vorsorge berücksichtigen.

  • Brandschutz im eigenen Zuhause prüfen
    Funktionierende Rauchwarnmelder, Feuerlöscher bzw. Löschdecke und Kenntnisse darüber, wie man sich im Brandfall richtig verhält, können entscheidend sein.

  • Mit Familie und Angehörigen sprechen
    Gemeinsam überlegen, wie Sie sich verhalten, wenn Telefon und Internet nicht funktionieren: Wo treffen Sie sich? Wer kümmert sich um Kinder oder Angehörige? Wer benötigt möglicherweise Unterstützung?

  • Nachbarschaft mitdenken
    Gerade in einer länger andauernden Krisensituation kann gegenseitige Hilfe wichtig sein. Wissen Sie, wer in Ihrer Nachbarschaft möglicherweise Unterstützung benötigt – und wer Ihnen im Notfall helfen könnfte?


Maßnahmen & Anlaufstellen der Stadt Marlow 

Um Ihnen im Krisenfall praktische Hilfe zu bieten, hat die Stadt Marlow dafür vorgesehene Standorte eingerichtet.

 

Bartelshagen I (Dorfgemeinschaftshaus)

Schulstraße 8 

Jahnkendorf (Feuerwehr & Dorfgemeinschaftshaus) Fischlandstraße 2a 

Gresenhorst (Dorfbegegnungszentrum Gresenhus)

An der Schule 3 

Marlow Rathaus

Am Markt 1

Marlow Feuerwehr (Gerätehaus)*

Carl-Kossow-Straße 50

 

 

*Bis auf das Feuerwehrgerätehaus Marlow dienen die genannten Standorte gleichzeitig als Wärmeinseln. Dort werden für Decken und warme Getränke bereitgehalten. Außerdem erhalten Sie vor Ort stets aktuelle Informationen zum weiteren Vorgehen.


Das sollten Sie wissen

Was wenn Strom oder Mobilfunk ausfallen?

Bei einem länger andauernden Stromausfall können auch Mobilfunk, Internet, Festnetz und andere Kommunikationswege beeinträchtigt sein oder vollständig ausfallen. Halten Sie deshalb möglichst ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio bereit und achten Sie auf Sirenensignale, Lautsprecherdurchsagen sowie Informationen der Einsatzkräfte vor Ort. Nutzen Sie funktionierende Kommunikationswege sparsam. 

 

Wählen Sie den Notruf 112 oder 110 nur in einem tatsächlichen Notfall und halten Sie die Leitungen für Menschen frei, die dringend Hilfe benötigen. 

 

Informationen zu möglichen örtlichen Anlaufstellen oder besonderen Maßnahmen in der Stadt Marlow werden im Ereignisfall über die jeweils verfügbaren Wege bekannt gegeben. Einen Überblick finden Sie außerdem schon jetzt auf dieser Seite.

Falschmeldungen erkennen

In Krisensituationen verbreiten sich Gerüchte, Falschmeldungen sowie veraltete Bilder und Informationen besonders schnell – vor allem über soziale Netzwerke und Messenger. Prüfen Sie deshalb, von wem eine Information stammt, und verlassen Sie sich bei Warnungen und Verhaltensempfehlungen auf offizielle Quellen wie Behörden, Polizei und Feuerwehr, die Warn-App NINA sowie die Informationskanäle der Stadt Marlow. 

 

Leiten Sie ungeprüfte Meldungen nicht weiter. Im Zweifel gilt: Erst prüfen, dann teilen.

Weiterführende Informationen des BKK

Ausführliche Informationen zur persönlichen Notfallvorsorge, zu möglichen Gefahrenlagen und zum richtigen Verhalten im Ernstfall stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zur Verfügung. Dort finden Sie unter anderem Checklisten für die persönliche Vorsorge, Empfehlungen zu Lebensmittel- und Trinkwasservorräten sowie Hinweise zu Notgepäck, Dokumentensicherung, Stromausfällen und weiteren Krisensituationen. 

 

Ergänzend informieren das Warnportal des Bundes, der Deutsche Wetterdienst (DWD) sowie die zuständigen Behörden des Landes und des Landkreises über aktuelle Gefahren und Warnlagen.

 

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