Rostocker Wulfshagen entstand durch Rodung von Waldflächen in der heutigen Heide. Gemeinsam mit Kloster Wulfshagen zählt es zu zwei gleichnamigen Kirchdörfern, die bereits im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt wurden. Der Name Wulffardeshagen tauchte urkundlich am 12. Dezember 1233 erstmals auf. Ob die im 14. Jahrhundert mit Rechten und Besitz in Wulfshagen genannten Familien – Moltke, Musteke, von der Mölen und Witte – im westlich oder östlich gelegenen Dorf ansässig waren, lässt sich nicht eindeutig klären.
Am 29. Januar 1619 übergab Kanzler Gebhard Moltke den Ort wegen Schuldforderungen an die Stadt Rostock. Seither trägt der Ort den Namen „Rostocker Wulfshagen“. Die Domäne hatte im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Besitzerwechsel. 1848 lebten dort 100 Erwachsene und 34 Kinder. Das Dorf umfasste u. a. einen Erbpachthof, fünf Erbpächter, zehn Büdner, zwei Häusler sowie einen Schmied, einen Schankwirt und einen Küster.
Die örtliche Schule war im Wohnhaus der Küsterei untergebracht. 1929 wurde sie im Zuge von Schulzusammenlegungen geschlossen, und die Kinder besuchten fortan die Schule in Völkshagen.
Ab Herbst 1952 existierte eine LPG Typ I in Rostocker Wulfshagen. Ab dem 1. Mai 1955 wurde sie in die LPG „Vorwärts“ in Ehmkenhagen/Bartelshagen I eingegliedert.
Auch heute prägt die Kirche das Dorfbild. Nach umfassender Restaurierung – unterstützt durch viele ehrenamtliche Helfer und Spender – wird sie nicht nur kirchlich, sondern auch kulturell genutzt. Regelmäßig finden Konzerte statt.
Ein besonderer Anziehungspunkt ist der Museumshof der Familie Ehlers, die den Hof seit 1866 bewirtschaftet. Ziel ist es, historische ländliche Kultur zu bewahren. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher konnten hier bereits begrüßt werden. Alle zwei Jahre organisiert der Förderverein der Museumsscheune ein Dreschfest, bei dem historische Landtechnik in Aktion gezeigt wird. Auch ein aktiver Dorfverein trägt durch Veranstaltungen zum lebendigen Gemeindeleben bei.