Das ursprüngliche Dorf Kneese lag in der Nähe des Galgenberges. In der regionalen Mundart wurde es früher „Kneß“ genannt, da in der Umgebung ausschließlich Plattdeutsch gesprochen wurde.
Im Jahr 1825 entstanden in der Nähe der Recknitzniederung vier neue Erbpachthöfe, die das neue Dorf Kneese bildeten. Der heutige Ort wurde bis dahin als „Meyerey“ – ein Außenhof des Gutes Schulenberg – bezeichnet. 1826 wurde Kneese Hof erstmals urkundlich erwähnt.
Nach mehreren Pächtern übernahm Hermann Schröder im Jahr 1899 den Hof Kneese – zu einer jährlichen Pacht von 16.100 Mark. Im selben Jahr erfolgten umfangreiche Umbaumaßnahmen am Pächterhaus, das ursprünglich 1827 errichtet worden war.
1910 ließ Schröder – aufgrund der Dringlichkeit der Feldbestellung – eigenmächtig Drainagen zur Verbesserung der Ackerflächen verlegen. Im Jahr 1926 entstand mit dem Bau von fünf Büdnereien der heutige Ortsteil Neu-Kneese (auch Kneese-Ausbau genannt).
1930 wurde Kneese neu vermessen: Die Domäne bzw. der Pachthof umfasste damals eine Fläche von etwa 420 Hektar. Im Zweiten Weltkrieg fiel Hans-Joachim Schröder, Sohn des Pächters, im Jahr 1943. Er hatte – gemeinsam mit seinem Vater – den Hof geführt.
1948 erfolgte der Anschluss an das Stromnetz.
Heute ist Kneese ein kleiner Ortsteil mit vielfältigem Leben: Neben einem Autohaus haben sich auch Künstlerfamilien niedergelassen, die hier ihre Wirkungsstätten gefunden haben.